Tägliche Archive: Februar 14, 2008


Vic Chesnutt @ FZW, Dortmund

Manchmal beginnt ein Konzert damit, dass ein Feuerwerk abgebrannt wird oder jemand auf die Bühne schwebt oder kotzt, und manchmal eben auch nicht. Heute ganz sicher nicht. Heute wird nur der Rollstuhl des Künstler auf die Bühne gehievt, und der trägt Grau in Grau mit Mütze. Guilty by Association spielt er nicht. Konzerte von Vic Chesnutt sind halt immer auch irgendwie Grenzgänge, schroff vertontes Kammerspiel trifft auf ambitionierten Alternative-Country, groteske Lustlosigkeit auf erhabene Skills.


Musik aus Österreich 2

ine blutjunge (17 Jahre) Musikerin aus dem Südosten Österreichs macht Musik, dass es einem die Haare aufstellt – gruselig schön. Sie heißt Anja Plaschg und schon als Kind nahm sie Klavier- und Geigenunterricht. Sie kaufte sich einen Laptop und machte sich schlau, wie man mit digitalen Mitteln Musik macht.


Shortbus

Das US-Kino strotzte in den verganenen Jahren nur so vor erigierten Schniedeln. „9 Songs“, „Romance“, „Lie With Me“, „Intimacy“ und so weiter und so fort. Ein um´s andere mal ging es mehr oder weniger zentral darum den Penis – selbstverständlich völlig natürlich und nebensächlich – in Aktion darzustellen. Auf den ersten Blick ist Shortbus mal wieder einer dieser Filme.


Feist – The Reminder

Als „The Reminder“ im letzten Jahr erschien, hatte jeder etwas zu Leslie Feist zu sagen: Blogs, das Feuilleton und nun endlich auch wir. Man hat den Eindruck, dass das, was Joanna Newsom vor knapp 1½ Jahren war, nun Leslie Feist ist. Nicht, dass sich die beiden so furchtbar ähnlich klingen würden. Die Komplimente über sie tun es aber: Kompromisslose, wünderschöne Stimme. Von der Begleitmusik wunderschön […]


janovitz

Paul Janovitz

Früher war Paul Janovitz der Frontmann des Bostoner-Trios Cold Water Flat. Im Stil anderer Ikonen dieser Gegend (Buffalo Tom, The Lemonheads oder Dinosaur Jr.) spielte die Band in den 90ern zwei bärenstarke Alben ein. Leider hinterließ die Band-Chemie für Paul einen solch faden Beigeschmack, dass er dem Business Adieu sagte und seit dem Ende von Cold Water Flat sein Geld als Fotograf verdient. Richtig los ließ ihn die Musik allerdings nie und deshalb ging er Ende 2007 zurück ins Studio, um an seinem ersten Soloalbum zu arbeiten. Im Gegensatz zu seiner alten Band ist Janovitz solo eher in der Singer/Songwriter-Nähe seines Freundes Brett Dennen anzusiedeln.