⇒ Sonic Reducer #008

Themen: Peter Bichsel, Paul Janovitz, Flowers From The Man Who Shot Your Cousin, Musik aus Österreich, Siouxsie, Superchunk, Klimek, Neon, Justus Köhncke, Les Eason, Vic Chesnutt, Björn Kleinhenz, Gaspar Noé, Six Feet Under, Flight Of The Conchords, David Ignatow, Dirtmusic, Nada Surf, State Radio, Braddigan, Sarah Bettens, Gallon Drunk, Staring Girl, Ringo Starr, The Mountain Goats, Bonnie ‚Prince‘ Billy, Feist, Jack Johnson, Cloroform, Scott Reynolds, Lou Rhodes, Shortbus,Juno…
⇒ The Mountain Goats - Heretic Pride

Als ich zuletzt mal wieder die Mountain Goats rausgekramt habe, da kam die Frage auf wer nun eigentlich hinter diesem Projekt steckt. Wer sind die Goats, mit deren unzähligen Songs man ganze Tage füllen könnte (und verflucht gute Tage wären das)? [»]
⇒ Björn Kleinhenz

Die neue Ausgabe ist kurz vor der Fertigstellung. Gebt uns noch einige wenige Tage und hört euch in der Zwischenzeit die zahlreichen Gratis-Songs an, die der sympathische Björn Kleinhenz uns auf seiner Homepage zur Verfügung stellt. Da wäre ein komplettes Split-Album mit der wundervollen Susanna (Winter Took His Life), einige Live-Aufnahmen von der gerade zuende gegangenen Tour und unzählige andere Schätze wie “Best Days Of My Life” oder das “Chemicals” Cover.
Björn Kleinhenz bring übrigens am 20.März sein neues Album heraus, das dann dank des Devil Duck Labels auch offiziell bei uns erhältlich sein wird. Eine weitere Europatour soll im Frühsommer folgen. Mehr von Kleinhenz also auch hier demnächst, definitiv.
Hier geht es zu Björns Homepage.
⇒ Nada Surf - Lucky

Wie glücklich darf man eigentlich sein, um trotzdem noch gute Songs schreiben zu können? „Lucky“ beweist: ziemlich. Nada Surf, allen voran Matthew Caws, ist jetzt hörbar besser drauf als noch letztens, bei „The Weight Is A Gift“. Aber überschäumende Euphorie? Das dann doch nicht. Optimismus? Galore! Tiefgang? Selbstredend. „Lucky“ hat alles, was eine Lieblingsplatte braucht: ultrapersönliche, megamelodiöse Songs mit tollen Hooklines, tiefe Gedanken zum Leben mit oder ohne Liebe, mit Kids und mit Ängsten. Die facettenreiche Elfsongkollektion ist multifunktionale Stimmungsmusik. Nachdenklich, klug, erhebend, beschaulich. Und: Beglückend. [»]
⇒ Six Feet Under

Zunächst fängt alles mit dem Tod an. Jemand stirbt. Beim Müll Rausbringen, exzessiver Masturbation, einem Arbeitsunfall oder wobei auch immer ihn der Tod gerade erwischt. Er ist nun einmal profan und achtet selten auf große Heroik, Sinn oder den Pathos des einen unausweichlichen Moments. Und er ist der Ausgangspunkt der Six Feet Under Folgen, in denen der Plot und die Geschichte der Bestatter-Familie Fisher entwickelt wird. [»]
⇒ Dirtmusic - Dirtmusic

“With a name like ‘Dirt Music’ you better be damn good!” So sinniert Dirtmusic-Mitglied Chris Eckman (The Walkabouts, Chris & Carla) augenzwinkernd über den Namen und das Schaffen des „All-Star“-Trios, das Ende November bei ’Glitterhouse’ sein erstes gemeinsames Album veröffentlichte. Neben Eckman sind das Hugo Race (True Spirit) und Chris Brokaw (Codeine, Come). Drei Meister ihres Faches, die sich auf „Dirtmusic” die songschreibende Frontmannrolle brüderlich teilen und einen melancholisch-düsteren Soundtrack zur faszinierenden Fahrt durch eine Wild-West Geisterstadt kreieren. [»]
⇒ Björn Kleinhenz @ Stereo Wonderland, Köln

Björn Kleinhenz scheint einen guten Draht zu Deutschland zu haben. Immer wieder tourt der Schwede, der in Stuttgart geboren wurde, durch deutsche Clubs. [»]
⇒ Vic Chesnutt @ FZW, Dortmund

Manchmal beginnt ein Konzert damit, dass ein Feuerwerk abgebrannt wird oder jemand auf die Bühne schwebt oder kotzt, und manchmal eben auch nicht. Heute ganz sicher nicht. Heute wird nur der Rollstuhl des Künstler auf die Bühne gehievt, und der trägt Grau in Grau mit Mütze. Guilty by Association spielt er nicht. Konzerte von Vic Chesnutt sind halt immer auch irgendwie Grenzgänge, schroff vertontes Kammerspiel trifft auf ambitionierten Alternative-Country, groteske Lustlosigkeit auf erhabene Skills. [»]
⇒ Musik aus Österreich

Soap&Skin
Eine blutjunge (17 Jahre) Musikerin aus dem Südosten Österreichs macht Musik, dass es einem die Haare aufstellt – gruselig schön. Sie heißt Anja Plaschg und schon als Kind nahm sie Klavier- und Geigenunterricht. Sie kaufte sich einen Laptop und machte sich schlau, wie man mit digitalen Mitteln Musik macht. Klavier, Geige und Gesang dazu gemischt und Soap&Skin war entstanden. [»]
⇒ Shortbus

Das US-Kino strotzte in den verganenen Jahren nur so vor erigierten Schniedeln. „9 Songs“, „Romance“, „Lie With Me“, „Intimacy“ und so weiter und so fort. Ein um´s andere mal ging es mehr oder weniger zentral darum den Penis - selbstverständlich völlig natürlich und nebensächlich - in Aktion darzustellen. Auf den ersten Blick ist Shortbus mal wieder einer dieser Filme. [»]
⇒ Feist - The Reminder

Als „The Reminder“ im letzten Jahr erschien, hatte jeder etwas zu Leslie Feist zu sagen: Blogs, das Feuilleton und nun endlich auch wir. Man hat den Eindruck, dass das, was Joanna Newsom vor knapp 1½ Jahren war, nun Leslie Feist ist. Nicht, dass sich die beiden so furchtbar ähnlich klingen würden. Die Komplimente über sie tun es aber: Kompromisslose, wünderschöne Stimme. Von der Begleitmusik wunderschön in Szene gesetzt. [»]
⇒ Paul Janovitz

Früher war Paul Janovitz der Frontmann des Bostoner-Trios Cold Water Flat. Im Stil anderer Ikonen dieser Gegend (Buffalo Tom, The Lemonheads oder Dinosaur Jr.) spielte die Band in den 90ern zwei bärenstarke Alben ein. Leider hinterließ die Band-Chemie für Paul einen solch faden Beigeschmack, dass er dem Business Adieu sagte und seit dem Ende von Cold Water Flat sein Geld als Fotograf verdient. Richtig los ließ ihn die Musik allerdings nie und deshalb ging er Ende 2007 zurück ins Studio, um an seinem ersten Soloalbum zu arbeiten. Im Gegensatz zu seiner alten Band ist Janovitz solo eher in der Singer/Songwriter-Nähe seines Freundes Brett Dennen anzusiedeln. Eine erste Kostprobe findet ihr auf der MySpace-Seite des Songwriters. Mitte November gab es die Chance bei Paul u.a. einmal nachzufragen was er genau plant, wie er auf die Cold Water Flat-Zeit zurückblickt oder inwiefern er mit seinen Brüdern, ebenfalls Musiker, zusammenarbeitet. [»]
⇒ Justus Köhncke

Ob mit Whirlpool Productions, Solo oder schlicht als DJ. Justus Köhncke war und ist noch immer einer der führenden Köpfe der deutschen Elektroszene. Mit seinen Platten „Was ist Musik?“ und dem „Doppelleben“ gelang ihm der große Coup. Schlagerlyrik mit minimalistischen Klangbauten zu mischen war da das Prinzip. Unschlagbare Melodien, die in den vergangenen Jahren immer mal wieder aus dem Nichts auftauchten und mich dazu brachten morgens auf Festivalplätzen oder nachts am See laut Zeilen wie „Denn diese weißen Zäune durchkreuzen unsere Räume“ zu singen. [»]
⇒ Superchunk

’Frontline’ ist ein Musik- und Bekleidungsgeschäft in Hannover. Ich war zwar noch nie da, in der Mitte der 90er habe ich jedoch etwa einmal im Monat etwas beim ’Frontine’-Mailorderservice bestellt. Die Tage, an denen der neue Bestellnewsletter im Briefkasten landete, wurden mit Spannung und Vorfreude erwartet. Heutzutage gibt es bei ’Frontline’ größtenteils Hip-Hop und Designer-Klamotten. Sortiment und Ausrichtung haben sich unmissverständlich neuorientiert, was vollkommen okay ist. Denn dem Laden habe ich bestimmt 50% meiner Schallplattensammlung zu verdanken. Die bekam man nämlich damals dort, Schatz über Schatz. [»]
⇒ Siouxsie Sioux

Es gibt nicht mehr wirklich viele Künstler, die bereits so lange im Geschäft sind, dass ihre jüngsten Fans noch keine zwanzig Jahre alt sind, ihre ältesten aber bereits in den Fünfzigern. Zu diesen Künstlern zählt Susan Janet Ballion, besser bekannt als Siouxsie Sioux, ehemalige Frontfrau der Band Siouxsie and the Banshees. 1976 wurden die Banshees gegründet, im September 2007, mehr als dreißig Jahre später, erschien das erste Soloalbum von Siouxsie mit dem Titel „Mantaray“. Grund genug einmal einen Rückblick auf die Karriere einer Ausnahmekünstlerin innerhalb der Musikszene und auf ihr aktuelles Schaffen zu werfen. [»]












