Ben Folds – Way To Normal



Er war Reinhold Messners Autobiograph, Bestandteil der legendären Bens und rockte die Suburbs. Nun meldet sich Ben Folds mit seinem neuen Soloalbum zurück und ist „Way To Normal“.

Und dieses Album fängt mit dem überraschend bombastischen „Hiroshima (B B B Benny Hit His Head)“ an, das nicht so recht gefallen will und an die sonst so grandiosen Albumanfänge der Ben Folds und Ben Folds Five Platten nicht wirklich anknüpft. Die darauf folgende wüste „Dr. Yang“ Nummer schafft es schon eher zu überzeugen.

Bei der ersten Singleauskopplung handelt es sich um „You Don´t Know Me“, ein Duett mit Regina Spektor, das Folds ganz tief in den Pop-Kübel taucht. Ein eingängiger Radiopopsong, der die Hoffnungen auf ein zweites „Rockin´ The Suburbs“ jedoch eher schwinden läßt. Die neuen Songs wirken bis dato schlicht und einfach nicht mehr als ganz nett. Selbst der Albumabschluß „Kylie From Conneticut“ klingt recht gequält. Großes Aufhörchen gibt es sonst nur noch bei der Köln-Ballade „Cologne“ und dem fantastischen Rocker „Bitch Went Nuts“, der zu den besten Folds Song seit langem gehört. An sich ist dies jedoch Jammern auf hohem Niveau, den catchy Popsongs kann Folds sich noch immer problemlos aus dem Ärmel schütteln.

Den im Albumtitel angedeuteten Makel des Durchschnitts muss er sich trotz Schwächen wahrlich nicht zuschreiben lassen. „Way To Normal“ klingt mal wieder außergewöhnlich und ist dem Amerikaner recht gut gelungen.
[Sebastian Jegorow]

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