The Verve – Forth



War ja klar. Irgendwann mußte es so kommen. Nachdem Richard Ashcroft mit seiner letzten Soloplatte etwas erzwungen daherkam, kommt nun für seine Verve Band – ganz dem Trend (Lemonheads, Pumpkins…) folgend – der Schritt zurück in die 90er.

Doch leider klingt das erste Lebenszeichen der Ex-Lieblinge nach einer üblen Magenverstimmung. Weder Fisch noch Fleisch ist es, so als wäre es irgendwo zwischen “Northern Soul” und “Urban Hymns” im Geburtskanal stecken geblieben. “Judas” und “I See Houses” stimmen anfangs optimistisch, lassen einen dann jedoch unbefriedigt zurück. Da fehlt doch etwas. Dafür sind andere Songs wie “Sit and Wonder”, die an die Anfangsjahre anknüpfen wollen, vollgestopft mit Krimskrams und mit unnötigen Gitarren behangen wie ein Weihnachtsbaum. Auch das ist es nicht. Nein, nicht gut. “Numbness” soll sexy sein und etwas an die Stone Roses erinnern, klingt jedoch eher nach der endgültigen Resignation. Auch sonst oft nur Achselzucken. Selbst als B-Seiten der “Northern Soul” Platte hätten die Songs keine Chance. Schade, etwas Nostalgie wäre doch so schön gewesen.
[Sebastian Jegorow]

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.