The Streets – Everything Is Borrowed 1



Mike Skinner hat gemerkt, dass das Geezer-Gehabe nicht mehr zieht. Blöderweise ist er mit seinem Streets-Projekt ohne dieses Element nur ein langweiliger Hanswurst. Selbsterkenntnis ist wohl das große Stichwort der neuen Streets Platte. Hier eine Läuterung, da eine Bauernweisheit. Im Rahmen der elf Tracks ist öfters von Erkenntnis die Rede, als in Bertrand Russels „Denker des Abendlandes“.

„Everything Is Borrowed“ ist jedoch nicht mehr als mit billigen Beats untermalte Lebensphilosophie aus der 5 Minuten Terrine. „Am Ende bleibt Liebe“, „Alles nur geliehen“…der übliche Schmu, den man aus drögen Selbsthilfebüchern für Sandalenträger zu kennen glaubt. Die meisten Songtexte beschränken sich leider auf diese Hausfrauen-Philosophie. Der einzige weise Satz, der da aus Mike Skinners Mund stolpert ist „Just when I discovered the meaning of life, they changed it“. Das trifft es wohl auf den Punkt. Abgemüht und hinterher.

Was früher nach Garage klang, klingt nun…ach lassen wir´s einfach. Lieber Leser, der mir nun vermutlich nicht mehr so lieb gesonnen ist. Du merkst, dass mir diese verflucht nervige Platte ganz übel aufgestoßen ist. Und hier kommt der Trost. Dies soll das letzte Streets Album sein und wenn du die Platte wie ich zum Teufel wünschst, könntest du sie einem Yogi beim Yoga-Kurs an der FH oder so schenken und er wird´s lieben und läutern bis die Ohren schlackern. Everything is ja eh nur borrowed. Eben.
[Sebastian Jegorow]


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