Queen & Paul Rogers – The Cosmo Rocks



Gott ist das mies. Frei nach dem Motto „The show must go on“ veröffentlichen Rest-Queen und Roger Taylor ein neues Queen Album. Und auch wenn sie Freddie Mercury diesmal nicht ausgraben, grenzt dies an üble Leichenschändung. Für den ganzen Dreck, den Roger Taylor im Anschluß an die Resteverwertung „Made In Heaven“ verzapft hat, verdient er mindestens 400 Jahre in der Musikhölle, in der man die Künstler 24 Stunden am Tag mit ihrem eigenen Scheiß beschallt.

Wenn etwas, das man liebte in den Dreck gezogen wird, ist Fluchen und Verfluchen angebracht. Let´s get the party started. Bereits für diese Tribute-Hymne „Only The Good Die Young“ und die anschließenden Promosprüche, denen zufolge eine Fliege, die bei den Dreharbeiten zum Clip auf einem Glas landete, für die Reinkanation Freddie Mercurys hinhalten musste, hätte Mercury seinem Ex-Bandkollegen Roger Taylor den Mikrofonständer wohl tief in den Arsch geschoben und sich von diesem Drecksverein verabschiedet. Ja, meine Herren.

Einige Jahre später folgte der Marketingtrick mit der dicken Show für dicke Altherren, die sich auf dem Rückweg vom Formel 1 Rennen mal etwas Rock angucken möchten, ehe es mitten drin wieder nach Hause geht, weil am nächsten Tag ihr verhasster Dayjob im Büro wartet.

Und nun? Eine neue Queen Platte mit Auftrags-Hampelmann Paul Rogers am Mikro. Natürlich beherrschen Roger Taylor und Brian May ihr Fach. Dies hilft ihnen angesichts der grottenschlechten Songs jedoch kein bisschen. Song um Song dümpelt die Platte vor sich hin und erstickt an dem Bombast, als hätte man ihr die Tüte über den Kopf gezogen. Hier und da bauen sie eine kleine Reminiszenz an die alten Queen-Songs ein und das soll nun das neue Queen-Album sein, das von gelangweilten Praktikanten bei Saturn demnächst irgendwo hinter „A Night At The Opera“ eingeordnet wird und sich verdammt gut verkaufen soll. Das wird es vermutlich auch. Die alten Nostalgiker folgen dem Dreck natürlich wie die Lemminge. Ähnlich wie ihre Töchter, die sie für Ihre Affinität zu Produkten wie Thomas Godoj belächeln. That’s how the business works. You don´t have to make good songs, you just have to make money. Fuck the dead, the show must go on.
[Sebastian Jegorow]

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