Andre Herman Dune alias Stanley Brinks


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Andre Herman Dune alias Ben Dope alias Ben Haschisch alias Klaus Bong… Beim Output des ehemaligen Herman Dune Mitglieds stinken selbst arbeitswütige Musiker wie Ryan Adams oder Joseph Arthur ab. Der Songwriter nahm bereits zu seinen Zeiten bei Herman Dune unabhängig vom Interesse der Fans teilweise wöchentlich neue Alben und EPs auf. Mit dabei sind Dido-Cover, Sauna-Aufnahmen und unfassbar zauberhafte Duette mit Clemence Freschard (♥) und David Tattersall, dem Sänger der Wave Pictures (♥). Nun meldet er sich nach dem Ausstieg bei Herman Dune mit seinem neuen/alten Geniestreich wieder.

In seiner aktuellen Wahlheimat Berlin, in der er seine neue Unabhängigkeit auskostet, kam er zu seiner aktuellen Wahlidentität Stanley Brinks. In Berlin entstand ebenfalls das erste Album des Musikers, das nicht über sein eigenes Eigenvertriebslabel Radical Baboon auf CD-R erscheint, sondern von dem kleinen neuen Label Ciao Ketschup unters Volk gebracht wird. Dass die Songs der Platte nicht wirklich
neu sind und bereits seit längerem hier und da zu haben waren, spielt dabei keine Rolle. Zu wenige Menschen haben die relaxten Songs des Songwriters gehört, die voller Witz stecken und die akustischen Aufnahmen mit seichten Calypso-Sounds mischen.

Und “Dank U” ist wohl das perfekte Album für diejenigen, denen der letzte Release von Herman Dune zu überladen wirkte. Hier beläßt Andre Herman Dune die Songs – wie man es von ihm kennt – in ihrem rohen Umfeld und setzt nur hier und da kleine Akzente mit Bläsern oder einer dezenten Rythmusbegleitung. Ob die Identitätsspiele und sein Auftreten nun Selbstinszenierung sind oder eine kindliche Spielerei, spielt hierbei keine Rolle. Fakt ist, dass ein großer Teil seiner unzähligen Songs bezaubernd ist und durch cleveres Songwriting überzeugt. Auf “Dank U”, das zugleich auch AHDs erster
Solorelease auf Vinyl ist, ist die Hit-Ausbeute gar höher als auf den Vorgänger-EPs und Alben. Bereits der autobiographische Opener “Stanley Brinks” weist den Weg. Auf seinem Debüt als Stanley Brinks ist AHD so relaxed, jazzy und cool wie selten zuvor. Auch die Wave Pictures sind bei der Platte mit von der Partie. Beim Highlight der Platte “Pease Pottage” singen einige seiner Freunde mit und melden sich auch sonst immer mal wieder zu Wort.

Angesichts der Spielfreude stellt sich die Frage nach einer Rückkehr zu Herman Dune erst gar nicht. Stanley Brinks ist solo und kostet diese Unabhängigkeit momentan scheinbar mit jedem Atemzug aus. Wir hören ihm dabei gerne zu.

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