Monatliche Archive: September 2008


Andre Herman Dune alias Stanley Brinks

Andre Herman Dune alias Ben Dope alias Ben Haschisch alias Klaus Bong… Beim Output des ehemaligen Herman Dune Mitglieds stinken selbst arbeitswütige Musiker wie Ryan Adams oder Joseph Arthur ab. Der Songwriter nahm bereits zu seinen Zeiten bei Herman Dune unabhängig vom Interesse der Fans teilweise wöchentlich neue Alben und EPs auf. Mit dabei sind Dido-Cover, Sauna-Aufnahmen und unfassbar zauberhafte Duette mit Clemence Freschard (♥) und David Tattersall, dem Sänger der Wave Pictures (♥). Nun meldet er sich nach dem Ausstieg bei Herman Dune mit seinem neuen/alten Geniestreich wieder.

stanleybrinks

Travis – Ode To J. Smith 1

Beim Opener des neuen Travis Albums “Ode To J. Smith“ muss man schon drei- oder viermal hinhören, um sicher zu gehen, wer da singt. “Chinese Blues“ heißt die Nummer und Frontmann Fran Healy gibt sich nur rudimentär zu erkennen. Da scheint jemand inkognito unterwegs zu sein und sich vor sich selbst zu verstecken. Insgesamt enthält die neue Travis-Scheibe elf Tracks, die mehr oder weniger in […]


Wolke 9 / Young at Heart

Mit „Wolke 9“ und „Young @ Heart“ stellen momentan gleich zwei Filme in den deutschen Kinos ältere Menschen und die Erfahrung des Alterns in den Fokus. Ähnlich wie Simone de Beauvoir in ihrer Arbeit „Das Alter“ sagen sie dem dummen Klischee von grauhaarigen Langweilern, denen man das Recht auf ein Privatleben abspricht, den Kampf an.

youngheart

Kings Of Leon – Only By The Night 1

Die Veröffentlichungen der ersten beiden Kings Of Leon-Alben “Youth And Young Manhood“ und “Aha Shake Heartbreak“ waren 2003 und 2005 noch vergleichsweise kleine Veranstaltungen. Klar, Fans gab es damals schon einige, aber zum richtigen Ereignis wurde die vierköpfige Band aus Tennessee erst durch ihre 2007 herausgebrachte Platte “Because Of The Times“. Knapp anderthalb Jahre später erscheint nun der vierte Streich der Followill-Sippe, “Only By The […]


Queen & Paul Rogers – The Cosmo Rocks

Gott ist das mies. Frei nach dem Motto „The show must go on“ veröffentlichen Rest-Queen und Roger Taylor ein neues Queen Album. Und auch wenn sie Freddie Mercury diesmal nicht ausgraben, grenzt dies an üble Leichenschändung. Für den ganzen Dreck, den Roger Taylor im Anschluß an die Resteverwertung „Made In Heaven“ verzapft hat, verdient er mindestens 400 Jahre in der Musikhölle, in der man die […]


Herman Dune – Next Year In Zion

Während Bruder Andre Herman Dune in Berlin fröhlich seine Identitätsspiele auslebt, setzen David-Ivar und Neman die Siesta des Vorgängers mithilfe ihrer Freunde, die natürlich alle auch irgendwie Herman Dune sind, fort. Und dies wirkt vom ersten Song an so, als wären all die Dunes dieser Welt in den Glückselixir-Topf gefallen.


The Streets – Everything Is Borrowed 1

Mike Skinner hat gemerkt, dass das Geezer-Gehabe nicht mehr zieht. Blöderweise ist er mit seinem Streets-Projekt ohne dieses Element nur ein langweiliger Hanswurst. Selbsterkenntnis ist wohl das große Stichwort der neuen Streets Platte. Hier eine Läuterung, da eine Bauernweisheit. Im Rahmen der elf Tracks ist öfters von Erkenntnis die Rede, als in Bertrand Russels „Denker des Abendlandes“.


Damien Jurado – Caught In The Trees 2

Zwei Jahre mußte man auf ein neues Damien Jurado Album warten. Nun ist er jedoch zurück..im Baum gefangen. Und so hoch über der Erde scheint ein frischer Wind zu wehen. Bereits der Opener „Gilian Was A Horse“ klingt nach frischer Luft und der Vogelperspektive der NASA-Aufnahmen, die das Artwork der Platte zieren. Der Song dürfte zumindest in der US-Heimat als ein radiotauglicher Popsong einschlagen.


Metallica – Death Magnetic

So viele Metal-Alben haben wir an dieser Stelle noch nicht besprochen. Die vordergründig härteste aller Musikrichtungen ist kein Gebiet, das uns nahe liegt – Metallica war noch nie eine meiner Lieblingsbands. Es gab Zeiten da war sogar das Gegenteil der Fall. Mit offenen Ohren durchs Leben zu gehen, sollte aber das Mindeste sein, was man als musikinteressierter Mensch tun kann. Auch ohne Metallica-Fan zu sein, […]


gardaint

Garda

Im Oktober erscheint “DIE, TECHNIQUE, DIE!” des Gardakollektivs, dessen Musik von der Visions als “Zurückgelehnter als Sophia, gefestigter als Conor Oberst, leiser als Damien Rice” beschrieben wurde. Der Sonic Reducer traf Kai in der Dresdner Neustadt, um über Garda, Musik allgemein, touren & die neue Platte zu reden.


Winter Took His Life 1

My first encounter with Susanna Brandin’s music was on the last night before a friend of mine took off to Edinburgh to investigate strange foreign languages at some university. She played the WTHL record and the first two songs (“Unison” & “When You Said You Headed Home”) suddenly hit me. I made her play these two song over and over again and almost killed the evening, until I inally could let go off these beautiful tracks.

wintertookinterview

The Verve – Forth

War ja klar. Irgendwann mußte es so kommen. Nachdem Richard Ashcroft mit seiner letzten Soloplatte etwas erzwungen daherkam, kommt nun für seine Verve Band – ganz dem Trend (Lemonheads, Pumpkins…) folgend – der Schritt zurück in die 90er.


Drachenläufer

Was wissen wir schon über Kabul? Meist verbinden wir mit der Hauptstadt Afghanistans Bilder von Attentaten auf US-Soldaten oder Antonia Rados, die irgendwelche Panzerkolonnen begleitet oder in Deckung geht. Marc Forsters neuer Film Drachenläufer bringt uns das Land Afghanistan auf wundervolle Art näher.

kiterunner

Mason Jennings – In The Ever

Nach zwei starken Auftritten auf dem Soundtrack des Dylan-Biopics “I’m Not There“ hat Mason Jennings endlich das schon seit Jahren bestehende Angebot seines Freundes Jack Johnson angenommen und im Mai sein erstes Album auf Jack Johnsons Label Brushfire Records veröffentlicht. Insgesamt ist es Mason Jennings siebte Platte und nach dem Major-Ausflug namens “Boneclouds“, schaltet er wieder einen Gang runter und präsentiert dank entspannter Rahmenbedingungen ein […]


James Yorkston

Irgendwann vor nicht allzu langer Zeit traf ich auf einem Björn Kleinhenz Konzert eine Fotografin, die mir James Yorkston an´s Herz legte. Im Laufe des Abends schrieb sie den Namen James Yorkston auf einen alten Zettel, damit ich ihn nicht vergesse. Nachdem ich den Zettel zunächst irgendwo verbummelt hatte, fand ich ihn beim Umzug zwischen deprimierenden Kontoauszügen und verdrängten Postkarten wieder.

yorkston