Stephen Malkmus & The Jicks – Real Emotional Trash


Zynischer Querdenker und Lieblingsslacker der 90s, wartet auf mit einem klassischen Gitarrenalbum, wie es das so zurzeit wohl nicht oft zu hören gibt. Real Emotional Trash. Stephen Malkmus & The Jicks. Der beste „Post – Pavement“ Malkmus, denn es je gab. Vorbei die Zeit, in der die Jicks, die klassischen Attribute einer Backingband erfüllten, hier nun vollkommen eins und untrennbar: Stephen Malkmus & The Jicks. 10 Minuten Jams, Fuzzy Guitars und Janet Weiss (Sleater- Kinney) inklusive, hier fand sich eine Band zusammen. Und das hört man. 55 Minuten lang. weiter…

Nun war Malkmus nie der Bimbo der Rockmusik, zu verschroben seine Melodien, zu dilettantisch sein Spiel. Die fiese Rockmusik unterwandern,
das war sein Ding und ist es nach wie vor. DerOpener Dragonfly Pie gibt an, um was es hier eigentlich geht: kryptische, mitunter psychedelische Prog-Rock Jams, gepaart mit Melodie, klassischen Hooklines und Style. Take it with pride and like a dragonfly/ Dragonfly wants a piece of pie/ But he is so strung out. Lyrisch war Malkmus halt immer schon eine Klasse für sich.
Cold Son, Out of Reaches, Gardenia und We can´t help you gehen direkt ins Ohr und klingen schon fast professional catchy. Überhaupt klingt das Album
homogener und zugänglicher als die vorangegangenen.

Real Emotional Trash zeigt Malkmus in neuem Gewand, bestätigt ihn jedoch zugleich als einer, der ausging, um zu rocken. Und das sei hier als Kompliment und Faktum verstanden.

[Nicholas Hessenkamp]

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