James – Hey Ma



Irgendwann vor 4 Jahren waren James für einen tollen Moment verantwortlich, als der DJ gegen sechs Uhr “Getting Away With It All” in einem fast leergeräumten Club spielte und damit großes Strahlen in den Clubraum brachte, in dem nur noch einige Bierleichen und Nachtschwärmer übrig geblieben waren.

Also kommt hier ein Stück Geschichte zurück…mal wieder. Die Britpopper, die in den 90ern in souverän in Ihrer eigenen James-Welt kreisten, melden sich nach 7 Jahren mit einem neuen Album wieder. Gerechnet hatte damit wohl kaum jemand. Kennzeichen der Band ist natürlich noch immer die Stimme Tim Booths. Wie durch Butter schneidet sie sich in den Songs der neuen Platte durch die Gehörgänge und findet immer wieder ihr Ziel. Vom Wandel der Zeit haben die Briten scheinbar nichts mitbekommen oder möchten das ganze Elektrögedöns zumindest nicht mit James in verbindung bringen. Die Platte wirkt schlicht und verzichtet auf Schnick Schnack. Entweder der Song sitzt oder nicht. Und bei sitzt zumindest ein Teil der Songs.

Insbesondere “Oh My Heart” könnte Teil der zweiten Greatest Hits der Band werden, die in 20-30 Jahren hoffentlich viele neue Songs der Band vereinigen wird.
Ob das Zeitgemäß ist, spielt keine Rolle. Ob das nun auf voller Linie gelungen ist, darf man angesichts einiger müder Songs bezweifeln. “Hey Ma” liefert jedoch mit einigen wundervollen Highlights endlich wieder Futter für den traurigen James-Fan.
[Sebastian Jegorow]

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