Scott Reynolds & The Steaming Beast – Adventure Boy



Mal ehrlich, das Cover der „Adventure Boy“ Platte ist nun wirklich nicht einladend. Da ist dieser Typ mit dem Fußball als Kopf in dem komischen Ambiente. wtf?! Wie zum Teufel will der denn Platten verkaufen? Vielleicht hilft ja der Name. Scott Reynolds ist mit seiner Vergangenheit als Kopf von All und der Pavers längst kein Nobody mehr. Und seine neue Platte hat Beachtung durchaus verdient.

Den Erwartungen fröhlich den Mittelfinger zeigend, kommt Reynolds nach seinem eher klassisch punkigen Solodebüt nun mit Crossover der etwas anderen Art an. Geht der Opener „Jesus“ noch richtung flotter Folkrock, so setzen sich Reynolds und seine Mitstreiter, zu denen unter anderem Steven Drozd (Flaming Lips) und Dave Fridmann (Mercury Rev) gehören, den Cowboyhut auf und spielen mit „Satan“ eine aalglatte Countrynummer ein. Beim Rest der Platte wechseln sich flotte Rocknummern mit Folk ab und ständig schwebt über dem Hörer das Fragezeichen. Was folgt wohl als nächstes? Als Antwort gibt es tatsächlich immer wieder überraschungen und Stilwechsel im Minutentakt. Der lockere Grundton und die verspielte Art stehen der Musik gut. So ist „Adventure Boy“ eine gute Platte ohne große Highlights. Definitiv besser, als das Cover es einen befürchten läßt.
[Sebastian Jegorow]

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