Juno



Filme über junge Mütter und unerwartete Schwangerschaften sind sonst nicht wirklich ein Garant für gute Unterhaltung. Mit Juno gelingt dem Regie-Nobody Jason Reitman allerdings die Meisterleistung das Thema in einen liebenswert komischen Film zu packen. Dabei reiht sich die Produktion in die Reihe der Filme über das junge Leben in US-Suburbia abseits der Chearleader-Ästhetik, Bulimie und Party-Samstagen.

Im Zentrum stehen Außenseiter, die sich auf ihre unverkennbare Art durch das Leben schlagen. In Juno ist es die 16jährige Juno MacGuff, die mit 16 Jahren ihre Schwangerschaftt durchlebt und die Adoption plant. Vater des Kindes ist übrigens der Tic Tac süchtige Paulie Bleeker, der von Michael Cera („Superbad“) gespielt wird.

Ellen Page, die zuletzt bereits in „Hard Candy“ brillierte, schafft es den Zuschauer dabei in ihren Bann zu ziehen und erinnert mit ihrer verzückenden Art an eine Teenie-Fassung von Abigail Breslin. Also trifft hier die knuddelige „Little Miss Sunshine“ auf den fertigen „Napoleon Dynamite“? So in etwa.Besonders hervozuheben sind dabei zudem die amüsanten Dialoge und der Soundtrack mit tollen Beiträgen der Kinks, Velvet Underground oder Sonic Youth, die um einige zusammengestellte Songs von Kimya Dawson kreisen. Alles in allem mit Sicherheit einer der unterhaltsamsten Filme des Jahres.
[Sebastian Jegorow]

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