Cloroform – Clean



Nach ihrem ersten Album „Deconstruction“ (1998) brachten Cloroform im September letzten Jahres ihr nunmehr siebtes Album auf den Markt. Mit „Clean“ vermacht das Trio um Sänger John Erik Kaada, international durch seine Soloprojekte und Filmsoundtracks bekannt, der Menschheit 19 weitere energiegeladene, relativ unkonventionelle, von chaotischen Gitarrenriffs und wildem Schlagzeug geschwängerte Songs.

Vielleicht nicht so zugänglich wie das vorherige Album „Cracked Wide Open“, jedoch ein weiteres verschrobenes Album der Jungs aus dem Küstenort Stavanger in altbekannter Manier. „White Meat Fixation“ ist unverkennbar Cloroform, danach geht es experimentell weiter. Eine wahrhafte Invasion von Kontrabass und Drums findet man nach einem geradezu spielerischen Einstieg bei „Trouble At The Altar“. Rasant und ohne Atempause. „Mudmouth“ hingegen wirkt abstrakter, teilweise an alte Neubauten-Werke erinnernd. Zum Abschluss bringt das Trio mit „Face Down“ einen weiteren düsteren Song mit Gruselcharakter vor und wer genau hinhört, erkennt das Lachen eines Psychopathen.

Kurzum: ein tolles Album. Ideenreich mit neu definierten Konventionen. Aggressiv und schnell. Ich verbleibe und warte stillschweigend auf ein weiteres Meisterwerk.
[Bernadette Pohl]

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