Monatliche Archive: Februar 2008


The Mountain Goats – Heretic Pride

Als ich zuletzt mal wieder die Mountain Goats rausgekramt habe, da kam die Frage auf wer nun eigentlich hinter diesem Projekt steckt. Wer sind die Goats, mit deren unzähligen Songs man ganze Tage füllen könnte (und verflucht gute Tage wären das)?


Nada Surf – Lucky

Wie glücklich darf man eigentlich sein, um trotzdem noch gute Songs schreiben zu können? „Lucky“ beweist: ziemlich. Nada Surf, allen voran Matthew Caws, ist jetzt hörbar besser drauf als noch letztens, bei „The Weight Is A Gift“. Aber überschäumende Euphorie? Das dann doch nicht. Optimismus? Galore! Tiefgang? Selbstredend. „Lucky“ hat alles, was eine Lieblingsplatte braucht: ultrapersönliche, megamelodiöse Songs mit tollen Hooklines, tiefe Gedanken zum Leben […]


Six Feet Under 2

Zunächst fängt alles mit dem Tod an. Jemand stirbt. Beim Müll Rausbringen, exzessiver Masturbation, einem Arbeitsunfall oder wobei auch immer ihn der Tod gerade erwischt. Er ist nun einmal profan und achtet selten auf große Heroik, Sinn oder den Pathos des einen unausweichlichen Moments.

6feet

Dirtmusic – Dirtmusic

“With a name like ‘Dirt Music’ you better be damn good!” So sinniert Dirtmusic-Mitglied Chris Eckman (The Walkabouts, Chris & Carla) augenzwinkernd über den Namen und das Schaffen des „All-Star“-Trios, das Ende November bei ’Glitterhouse’ sein erstes gemeinsames Album veröffentlichte. Neben Eckman sind das Hugo Race (True Spirit) und Chris Brokaw (Codeine, Come). Drei Meister ihres Faches, die sich auf „Dirtmusic” die songschreibende Frontmannrolle brüderlich […]


Vic Chesnutt @ FZW, Dortmund

Manchmal beginnt ein Konzert damit, dass ein Feuerwerk abgebrannt wird oder jemand auf die Bühne schwebt oder kotzt, und manchmal eben auch nicht. Heute ganz sicher nicht. Heute wird nur der Rollstuhl des Künstler auf die Bühne gehievt, und der trägt Grau in Grau mit Mütze. Guilty by Association spielt er nicht. Konzerte von Vic Chesnutt sind halt immer auch irgendwie Grenzgänge, schroff vertontes Kammerspiel trifft auf ambitionierten Alternative-Country, groteske Lustlosigkeit auf erhabene Skills.


Musik aus Österreich 2

ine blutjunge (17 Jahre) Musikerin aus dem Südosten Österreichs macht Musik, dass es einem die Haare aufstellt – gruselig schön. Sie heißt Anja Plaschg und schon als Kind nahm sie Klavier- und Geigenunterricht. Sie kaufte sich einen Laptop und machte sich schlau, wie man mit digitalen Mitteln Musik macht.


Shortbus

Das US-Kino strotzte in den verganenen Jahren nur so vor erigierten Schniedeln. „9 Songs“, „Romance“, „Lie With Me“, „Intimacy“ und so weiter und so fort. Ein um´s andere mal ging es mehr oder weniger zentral darum den Penis – selbstverständlich völlig natürlich und nebensächlich – in Aktion darzustellen. Auf den ersten Blick ist Shortbus mal wieder einer dieser Filme.


Feist – The Reminder

Als „The Reminder“ im letzten Jahr erschien, hatte jeder etwas zu Leslie Feist zu sagen: Blogs, das Feuilleton und nun endlich auch wir. Man hat den Eindruck, dass das, was Joanna Newsom vor knapp 1½ Jahren war, nun Leslie Feist ist. Nicht, dass sich die beiden so furchtbar ähnlich klingen würden. Die Komplimente über sie tun es aber: Kompromisslose, wünderschöne Stimme. Von der Begleitmusik wunderschön […]


janovitz

Paul Janovitz

Früher war Paul Janovitz der Frontmann des Bostoner-Trios Cold Water Flat. Im Stil anderer Ikonen dieser Gegend (Buffalo Tom, The Lemonheads oder Dinosaur Jr.) spielte die Band in den 90ern zwei bärenstarke Alben ein. Leider hinterließ die Band-Chemie für Paul einen solch faden Beigeschmack, dass er dem Business Adieu sagte und seit dem Ende von Cold Water Flat sein Geld als Fotograf verdient. Richtig los ließ ihn die Musik allerdings nie und deshalb ging er Ende 2007 zurück ins Studio, um an seinem ersten Soloalbum zu arbeiten. Im Gegensatz zu seiner alten Band ist Janovitz solo eher in der Singer/Songwriter-Nähe seines Freundes Brett Dennen anzusiedeln.


Justus Köhncke 3

Ob mit Whirlpool Productions, Solo oder schlicht als DJ. Justus Köhncke war und ist noch immer einer der führenden Köpfe der deutschen Elektroszene. Mit seinen Platten „Was ist Musik?“ und dem „Doppelleben“ gelang ihm der große Coup.


Superchunk

’Frontline’ ist ein Musik- und Bekleidungsgeschäft in Hannover. Ich war zwar noch nie da, in der Mitte der 90er habe ich jedoch etwa einmal im Monat etwas beim ’Frontine’-Mailorderservice bestellt. Die Tage, an denen der neue Bestellnewsletter im Briefkasten landete, wurden mit Spannung und Vorfreude erwartet. Heutzutage gibt es bei ’Frontline’ größtenteils Hip-Hop und Designer-Klamotten.


Siouxsie Sioux

Es gibt nicht mehr wirklich viele Künstler, die bereits so lange im Geschäft sind, dass ihre jüngsten Fans noch keine zwanzig Jahre alt sind, ihre ältesten aber bereits in den Fünfzigern. Zu diesen Künstlern zählt Susan Janet Ballion, besser bekannt als Siouxsie Sioux, ehemalige Frontfrau der Band Siouxsie and the Banshees.


State Radio – Year Of The Crow

Es gibt wieder was hinter die Ohren, denn da ist jemand immer noch gehörig sauer. Aber da wir hier von der Musik der Band State Radio reden, gibt’s glücklicherweise auch was auf die Ohren. Denn zwar kotzt sich der Rockdreier aus dem US-amerikanischen Massachussetts so wie auf seinem Debütalbum „Us against the Crown“ von 2005 auch auf seiner nun veröffentlichten neuen Langspielplatte ordentlich über die Ungerechtigkeiten dieser Welt aus.


Ringo Starr – Liverpool 8

Bei jeder Soloplatte eines Ex-Beatles stellt sich vorab die gleiche Frage: Was wird das nun? Erwartet mich nun uninspirierte Altherrenmusik wie einige Paul McCartney Platten oder ein kreatives Meisterwerk wie Ringo Starrs „Ringorama“, die frühen George Harrisson Zauberstücke oder McCartneys „Flaming Pie“?