Archiv für den Tag: August 9, 2007


Sieben Brüder

Ein leerer dunkler Raum dient als Kulisse dieses ungewöhnlichen Films von Sebastian Winkels. Einziges Requisit ist ein Stuhl, auf dem die im Filmtitel erwähnten sieben Protagonisten, die zwischen zwischen 1929 und 1945 geboren wurden, platz nehmen und abwechselnd von ihrem Leben erzählen. Allgegenwärtig sind zugleich 50 Jahre deutsche Geschichte.


Leaving Las Vegas

Ben Sanderson (Nicolas Cage) hatte Erfolg, eine Familie und ein Leben. Nun hat er jedoch alles verloren. Aufgrund seiner Trinkerei wird er entlassen und fährt daraufhin nach Las Vegas. Sein Ziel ist es sich zu Tode zu trinken. Seine gesamte Vergangenheit, die er nun endgültig hinter sich läßt, wird lediglich in einigen Szenen angedeutet.


Uwe Timm – Der Freund und der Fremde

Der Student Benno Ohnesorg wurde bei einer Demonstration gegen den damaligen Schah von Persien am 2. Juni 1967 von einem Polizisten erschossen. Dies sorgte daraufhin für größere Unruhen und Proteste der Studenten. Uwe Timm schreibt hier über die Zeit vor und nach Benno Ohnesorgs Tod als ein Freund. In dem Roman wird die Vergangenheit des Erzählers und Benno Ohnesorgs beschrieben.

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Joseph Conrad – Freya von den sieben Inseln

Wer sich in seinem Studium mit der Literaturwissenschaft beschäftigt, kommt wohl an dem Amerikaner Joseph Conrad nicht vorbei. Natürlich ist das erste Buch, das einem dabei in den Sinn kommt, der Klassiker „Heart Of Darkness“ (dicht gefolgt von „Lord Jim“). Dass der Autor unzählige weitere beeindruckende Erzählungen schrieb, rückt da fast schon in den Hintergrund.


Wheat – Everyday I Said A Prayer For Kathy…

Totgesagte leben länger, Und Wheat waren nicht nur für mich wahrlich gestorben. Lange Pause, Probleme mit Labels und die letzte Platte ein uninspiriertes Stück fröhlicher Scheiße. Die war schlecht. Und das von einer Band, die mir mit „Medeiros“ und „Hope & Adams“ zwei der besten Alben der 90er Jahre vor die Füße rotzte.


2zueins – Clockwork Utan

Viel besser als mit dem Debut- Album „Clockwork Utan“ von 2zueins! hätte man den Sommer gar nicht einläuten können. Schon beim ersten Durchhören im Auto verspürte ich den unbändigen Drang, die Fenster herunter zu kurbeln, mit lautem Gesang durch die Gegend zu fahren und das Leben zu genießen. Und dieses Gefühl wird auch im Laufe der 16 Tracks, die die beiden Leipziger Daniel Heinze und […]


Bishop Allen – The Broken String

Bishop Allen zählen sicherlich zu den Lieblingen des Sonic-Reducer Magazins. Immer wieder machten wir euch auf die tollen Songs der Band aufmerksam, die sie Monat für Monat in Form von Eps veröffentlicht hat. Zudem haben die Musiker uns bereits das bezaubernde Album „Charm School“ beglückt. Sommer-Pop mit viel Gefühl für eingängige Melodien und einer unverwechselbaren Frische.


Maps – We Can Create

Der Prophet, der den Maps nach dem ersten Höreindruck des Debüts „We Can Create“ vor lauter Euphorie eine große Zukunft voraussagt, kommt einen Schritt zu spät. Schließlich ist die Band nach den überschwänglichen Kritiken in der Presse und ihrer Nominierung für den Mercury Prize bereits auf dem besten Weg an die Spitze. Bereits bei der Auswahl der Produktion können die Maps einige Glanzlichter vorweisen. Da […]


Marble Man – Sugar Rails

In der Woche, als Elliott Smith starb, verlor meine Liebe ebenfalls zum ersten mal den Verstand und brach zusammen. Einen Tag nach seinem Selbstmord stand ich stumpf in einem Dortmunder Club herum, der zuletzt einem Aldi-Discounter weichen musste, und wartete auf ein langweiliges Belasco-Konzert. Als der DJ vor dem Konzert „Needle In The Hay“ spielte, verging mir endgültig die Lust auf laute Musik und im […]


Xavier Rudd – White Moth

Seit dem letzten Deutschland-Release einer CD von Xavier Rudd ist nicht einmal ein Jahr vergangen. In Deutschland kam das eigentlich Ende 2005 veröffentlichte dritte Studioalbum des Australiers nämlich erst im August 2006 auf den Markt. Dank seiner Plattenfirma Anti braucht sich die deutsche XR-Gemeinde aber nicht mehr länger mit teuren und langwierigen Importen herumzuschlagen. Wie in Rudds Heimat und anderswo kam seine neue Scheibe „White […]


Dash Snow – The End Of Living… The Beginning Of Survival

Wann hört das Leben auf, wo beginnt das Überleben? In den feinen Räumen der Contemporary Fine Arts – Berlin schwebt diese Frage in den Räumen, besser: sie hängt an den Wänden. Dash Snow ist in der Stadt. Und er scheint sich diese Frage des Öfteren zu stellen.

Dash-Snow

Muse

Wenn man ein Portrait über eine Band schreiben will, die in musikalischer so wie emotionaler Hinsicht so vielfältig und einzigartig ist, dann kommt man schon ab und an, an seine Grenzen. Es gibt unendlich viele musikalische Stilrichtungen auf der Welt.


Daniel Johnston

“listen up and i´ll tell a story ´bout an artist getting old…“ singt Johnston in einem seiner Songs. Die Story wurde in den 90ern bereits oft genug erzählt. In kleinen Skate-Zines, auf der Straße und in kleinen Nischen großer Fernsehsender. Da wo dieser ganze Independent-Scheiß eben zuhause ist. Selbst ein Film wurde dem wahnsinnigen Amerikaner gewidmet.


calexico

Calexico

Wüstenpop. Weiß eigentlich irgendjemand, was man sich darunter vorstellen soll? Die Begriffe „Wüste“ und „Pop“ verhalten sich zueinander in etwa wie „Death Metal“ zu Paul Simon: das passt einfach nicht.


Gibt es Liebe auf den ersten Ton?

Die Liebe auf den ersten Blick – ein Mysterium, dessen Existenz wahrscheinlich für immer unbewiesen bleiben wird. Manche behaupten, sie schon mal getroffen zu haben, irgendwo zufällig am Obststand im Supermarkt, auf der Party des besten Freundes oder sogar völlig verschnupft im total überfüllten Wartezimmer beim Arzt.