Say Hi (To Eric Elbogen)



Das erste, das man von Say Hi (ehemals Say Hi To Your Mom) bemerkt, sind diese auffällig unauffälligen Plattencover. Ein Roboter und ein einfarbiger Hintergrund. Das muss reichen, um die Platten, von denen es inzwischen vier gibt, voneinander zu unterscheiden.

Dass die Musik ähnlich viel Charme besitzt, fällt dem Hörer erst nach dem Einlegen der Platte auf. Dann schlägt es jedoch meist bereits beim ersten Durchgang zu. Tolle Songs, die sich vom üblichen Indie-Rotz lösen und den Hörer mit eingängigen Melodien überzeugen, gibt es da am laufenden Band zu hören. Am stärksten ist ihm dabei das Album Ferocious Mopes mit den grandiosen Songs I Think I´ll Be A Good Ghost und Recurring Motifs in Historical Flirtings gelungen. Die Songs klingen wie eine schlichte Fassung von Nada Surf mit leichten Elektro-Anleihen.

Der Kopf hinter dem Projekt Say Hi heißt Eric Elbogen. Mit den anderen Mitgliedern ist es wie mit kurzlebigen Haustieren. Am besten gewöhnt man sich erst gar nicht an sie, da sie sowieso vermutlich wieder gegen andere Musiker ausgetauscht werden, sobald man es geschafft hat sich ihre Namen zu merken. Hauptsache sie erledigen einen guten Job.

Auf dem aktuellen Album gibt es den üblichen Say Hi Sound. Der Gesang wird teilweise fast schon flüsternd, was jedoch nicht heißt, dass man es hier mit Weichspülern zu tun hat. Auch flotte Rythmen und den Einsatz von E-Gitarren scheut die Band nicht. Dies wird bereits beim Opener These Frangs deutlich. Alles wirkt wohl dosiert und Situationsabhängig. Eine Deutschlandtour haben Say Hi erst vor kurzem hinter sich gebracht. Da die Band nun in Deutschland beim heimischen Devil Duck Records Label erscheint, können wir uns sicherlich auf mehr von Eric Elbogen und seinen Mitstreitern freuen. Eine neue Platte der Band wurde sogar für den kommenden Februar angekündigt. Eine kleine gute Sache…definitiv.
[Sebastian Jegorow]

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