Leaving Las Vegas



Ben Sanderson (Nicolas Cage) hatte Erfolg, eine Familie und ein Leben. Nun hat er jedoch alles verloren. Aufgrund seiner Trinkerei wird er entlassen und fährt daraufhin nach Las Vegas. Sein Ziel ist es sich zu Tode zu trinken. Seine gesamte Vergangenheit, die er nun endgültig hinter sich läßt, wird lediglich in einigen Szenen angedeutet. Ein Familienfoto, das er mit vielen anderen Dingen verbrennt, deutet auf sein Leben als Vater und Ehemann hin. Die Gründe für den Verlust der Familie werden genauso wenig gelüftet, wie der Ursprung seiner schweren Suchtkrankheit.

In Las Vegas trifft er auf die Prostituierte Sera (Elizabeth Shue), die von ihrem Zuhälter regelmäßig mißhandelt wird und trotzdem nicht von der Prostitution weg kommt. Aus einer einzelnen Nacht, in der Ben Sera aus Angst vor der Einsamkeit mitnimmt, wird eine tiefe Freundschaft und Liebe. Sein Ziel zu sterben behält Ben Sanderson trotzdem, und stellt die Liebe der beiden in der begrenzten Zeit, die ihnen bleibt, immer wieder auf Probe. Sera begleitet ihn auf seinem Weg in den Tot, akzeptiert seine Sucht und seine Entscheidung zu sterben. Zurück bekommt sie die gleiche Art von bedingungsloser Liebe zurück.

Buchautor John O´Brien schrieb 1990 den Roman „Leaving Las Vegas“ nach seinen Erfahrungen mit der Alkoholsucht. 1994 nahm er sich kurz vor Drehbeginn das Leben. Mit „Leaving Las Vegas“ erschuf Regisseur Mike Figgis eines der unvergesslichsten Paare Hollywoods: der selbstzerstörerische Trinker und die gebrochene Prostituierte. Zugleich ist „Leaving Las Vegas“ ein trauriger Blick hinter die Fassade der glitzernden Glücksspiel-Metropole und eine schonungslose Studie der Alkoholsucht. Las Vegas dient dabei einersets als Kotrastpunkt zum traurigen Leben der Charaktere und zum anderen als perfekter Schauplatz und Brutstätte der exzessiv zerstörerischen Lebensweise der beiden.
(Sebastian Jegorow)

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.