Dash Snow – The End Of Living… The Beginning Of Survival



Wann hört das Leben auf, wo beginnt das Überleben? In den feinen Räumen der Contemporary Fine Arts – Berlin schwebt diese Frage in den Räumen, besser: sie hängt an den Wänden. Dash Snow ist in der Stadt. Und er scheint sich diese Frage des Öfteren zu stellen.

1981 in New York geboren, lief er schon früh der großbürgerlichen Herkunft (Großmutter Dominique de Menil war Kunstsammlerin und Milliardenerbin) und einer Zukunft zwischen Fifth Avenue und feinen Pinkeln davon, wird lieber Street Art Künstler und Downtown Legende. Und mit Freunden wie den Künstlern Dan Colen und Ryan McGinley geht’s fortan durch die Nacht.

In seiner ersten Einzelausstellung auf deutschem Boden findet sich ein Sammelsurium seines urbanen Gegenmodells: politische Collagen, Installationen, Cut & Paste Orgien, gepaart mit Hardcore Sex und “heavy drug taking“ Polaroids. Seine Kunst dient ihm als Filter, sie fungiert als Tagebuch seiner nächtlichen Eskapaden, und ist immer auch Dokument unserer Zeit.

In der Tradition von Künstlern wie Nan Goldin und Larry Clark zeigt Snow den Untergrund: Wein, Weib und Gesang. Bin Laden hängt gleich neben George W. und zwischen ihnen der Sex. Nackte Frauen, Schlägereien und die dunkleren Ecken New Yorks, Snow`s Eskapaden als Gegenwartsdokumente des schnellen, ungesunden Lebens,

Shocking auf jeden Fall, natürlich auch nicht ganz neu, aber auch immer und unbedingt ehrlich. Snow verbindet den Untergrund mit der noblen Welt des New Yorker Kunstbetriebs, sein Werk wird u.a. von der berühmten Saatchi Gallery in London vertrieben. Der Dreck der Straße hängt wieder im Museum.

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