Nils Koppruch – Den Teufel tun


Nils Koppruch - Den Teufel tun

„Was weinst du dir die Augen aus, sag‘ an was tut dir weh?
Ist Vater krank ist Mutter krank und der Bruder raus auf See?“ hätte mich einer fragen können, nachdem ich die Nachricht vom Ende der Band Fink gelesen habe. Wer sollte diesen Wortwitz, diese Stimme und die Spielfreude schon ersetzen? Wie soll sich die Welt ohne das Liebste weiterdrehen? Vermutlich kam kurze Zeit später irgendein Mädchen oder so, jedenfalls habe ich den Split von Fink irgendwie überlebt und durch die Ankündigung einiger kleiner Festivalauftritte wie dem Orange Blossom machte Nils Koppruch, Kopf der Band, Hoffnung auf etwas Neues.

Und kaum schöner könnte der Trost ausfallen, wenn man ein knappes Jahr nach dem Split freuestrahlend das Solodebüt des Songwriters und Malers in seinem Player drehen lässt und alles beim Alten ist.

Und alt bedeutet Folk, Melancholie, einen Fluss weinen, über den Wortwitz schmunzeln „und später ein Schnaps und dann schlafen“. Bereits beim ersten Track fragt sich der Hörer wie eine Platte nur weitergehen soll, die mit einem der stärksten Songs beginnt, die Koppruch je geschrieben hat. Mit diesem melancholischen „Den Teufel tun“, der Suche nach einem Lied, die schöner nicht sein könnte. Und auch bei den übrigens Stücken schafft Nils Koppruch es tatsächlich die Qualität zu halten. „Komm küssen“ ist ein leichtfüssiger Arschwackler, „So wie im Film“ ist einer dieser schleppenden Folksongs, die an das rote selbstbetitelte Fink-Album erinnern und mit „Mit eigenen Augen“ gibt es noch einen lässigen Song mit Bläseransätzen . Die musikalische Begleitung, für die unter anderem einige Gäste wie Peter Lohmeyer, Clickclickdecker und Lars Precht zuständig sind, wirkt besonders Dezent und setzt die richtigen Akzente. Alles in allem also ein wunderbares Comeback. (Sebastian)

[youtube zJB8ztJjLso]

Hier übrigens die Termine seiner kommenden Solotour und hier geht es zur Myspace-Seite des Ex-Finken, auf der es Hörproben der Platte gibt:

  • 11.05. Essen – Grend
  • 12.05. Erfurt – Museumskeller
  • 13.05. Hamburg – Übel&Gefaehrlich
  • 14.05. Berlin – Zapata
  • 15.05. Münster – Gleis 22
  • 16.05. Köln – Gebäude 9
  • 17.05. Frankfurt – Brotfabrik
  • 18.05. Heidelberg – Karlstorbahnhof
  • 20.05. München – Ampere
  • 21.05. Augsburg – Schwarzes Schaf
  • 22.05. Erlangen – E-Werk
  • 23.05. Dresden – Groove Station
  • 24.05. Bremen – Römer
  • 25.05. Hannover – Spandau Projekt

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