Dashboard Confessional


Dashboard Confessional

Für alle die noch gar nichts, oder zumindest nicht sehr viel, von den Mannen um- und mit Chris Carrabba gehört haben, werden diese wenigen kleinen aber durchaus feinen Textpassagen, den Leser in eine musikalische Welt hinabgleiten lassen, geprägt von Emotionen, Gefühl, Tiefsinn und Vision. Worte, die einen kurzen Einblick in die Geschichte einer Band geben, die eisern ihren Weg geht, und die wahre Bedeutung von Musik klar erkennen lässt.

Chris Carrabba ist ein Mann, dessen musikalische Karriere schon viel früher hätte beginnen können, wenn er sich in seiner frühesten Kindheit etwas mehr seiner ersten Gitarre, als dem Skateboarden gewidmet hätte. Doch wahrscheinlich ist es genau dieser Reifeprozess gewesen, der ihn zu dem gemacht hat, was er ist. Ein Mensch, ein Christ und ein Freund, der mit seinen Gesang und seinem Gitarrenspiel die Herzen seiner Fans erobern will und die tiefsten Gefühle und Empfindungen in ihnen weckt. Mit seinen Texten trifft er den Nerv vieler Menschen, spricht das aus, was jeder denkt und bietet eine Stütze in vielen Situationen. Mal singt er vom Leid, mal von der Liebe, aber alles in einer so feinfühligen Art, die ihn so einzigartig macht. Man kann wirklich nicht behaupten, dass Chris Carrabba ein chaotischer Typ ist, auch wenn seine Tattoos an den Armen und der „Rockabilly-Look“ darauf schließen lassen könnten. Nein. Er besinnt sich auf seine
Gitarre, seine sanfte Stimme und die Ruhe, die er verbreitet und ausstrahlt.

Bereits zu Beginn seiner Karriere gibt es in seinem Kopf nur eine Vision. Das Ziel, seinen Hörern das Gefühl zu vermitteln, im Leben alles erreichen zu können, wenn man es nur will. Seine ersten musikalischen Gehversuche in Bands wie The Vacant Andys und The Agency schlugen wie zu erwarten fehl. Es war nicht das, was ihm die Erfüllung gegeben hätte und die Kraft für seine Musik zu Leben. Angetrieben von seinen damaligen Bandkollegen machte er sich daher auf den langen Weg, sein eigenes Ich zu verwirklichen und gründete im Jahre 2000 die Band Dashboard Confessional. Schon mit seiner ersten EP Drowning und dem folgenden Debut-Album The Swiss Army Romance geht er seinen eigenen Weg. Einen Weg, gehüllt in kräftigen aber nicht lauten Gesang mit einer ganzen Portion Emotion. Und alles zusammen gebettet in seinen unverkennbaren Akustischen Stil.

Während der Tour zu seinem zweiten Album The places you have come to fear the most , wird Chris Carrabba von einem MTV- Produzenten entdeckt und bekommt das Angebot für ein Unplugged Konzert im TV, welches er natürlich nicht ausschlägt. Das Konzert wurde ein voller Erfolg für die Band, und brachte sie gleichzeitig im Bekanntheitsbarometer einen großen Sprung nach vorne. Zumal das besagte Live Konzert gleichzeitig als Doppel CD/DVD für die Fans erreichbar wurde. Spätestens jedoch ihr Hit Vindicated aus dem Jahr 2004 (Spiderman 2 Soundtrack), bescherte dem ehemaligen Lehrer aus Florida, Chris Carrabba, den endgültigen Durchbruch.

Das 2005 entstandene Studioalbum A Mark A Mission A Brand A Scar, sollte auch das vorerst letzte Album im akustischen Stil werden. So holte sich Chris kurzerhand Scott Schoenbeck, Mike Marsh und Johnny Lefler, die ihn schon früher musikalisch begleiteten, als Bandmitglieder mit ins Boot. Das aktuelle Album Dusk&Summer , das im Juli erschienen ist, zeigt die musikalische Entwicklung der Band auf. Weg von dem durchweg akustischen Stil, und hin zur innovativen – zukunftsweisenden Musik, die aber ihren eigentlichen Sinn und Zweck trotzdem nicht verfehlt. Es ist ein Album, das sich anlehnt an die Zeit vor Dasboard Confessional. Zugleich soll es ein Schritt nach vorne sein. Für Fans der akustischen Musik bleibt einzig und allein der gleichnamige Song Dusk & Summer übrig. Dennoch kein Grund zum Trübsal blasen. Schon der erste Song Stolen kann definitiv an Hits wie Hands Down und Vindicated anknüpfen. Ein wirklich vielfältiges Album, mit leider nur 10 Songs. Dennoch kann ich keinen besonderen Song rauspicken, weil einfach alle den puren Hörgenuss versprechen. (Martin Sieper)

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