Monatliche Archive: November 2006


Damien Jurado @ Haus 73, Hamburg 1

Der ruhige Amerikaner, der früher mit Dave Bazan (Pedro The Lion) in Hardcorebands spielte, hat sich im Laufe der letzten zehn Jahre mit seinen unzählichen Alben bei Sub Pop und Secretly Canadian einen Namen als Songwriter gemacht. Auf seinem neuen Album spielt er mal wieder seine minimalistisch arrangierten Songs und setzt dabei auf eine unvergleichtbar intime Atmosphäre.


Belle & Sebastian – Push Barman To Open Old Wounds

Wie schön ist das Gefühl durch die Plattensammlung zu streifen, und auf die ein oder andere der seltenen Singles von Belle & Sebastian zu stoßen? Für all diejenigen, die nicht das Glück haben die Singles zu besitzen oder das häufige Plattenwechseln satt haben, hat Jeepster nun eine Lösung gefunden.


The Royal Tenenbaums

Es fängt mit einem Buch an, das aus der Bibliothek ausgeliehen und aufgeschlagen wird. Darin sind die Worte „Royal Tenenbaum bought the house on Archer Avenue in the winter of his 35th year…“ zu lesen, mit denen der Prolog der Geschichte anfängt, die uns Regisseur Wes Anderson in seinem dritten Film The Royal Tenenbaums präsentiert.


The Science Of Sleep

Michel Gondry ist mit Sicherheit alles andere als ein normaler Regisseur. Bereits seine großartigen Videoclips für Künstler wie Björk oder Massive Attack sprangen an allen Ecken den Rahmen des Gewöhnlichen. Und auch sein letzter Film Eternal Sunshine Of The Spotless Minds sorgte aufgrund der skurril konstruierten Geschichte und der packenden Erzählart für furore.


Tristram Shandy – A Cock and Bull Story

Lawrence Sterne hätte vergnügt gelacht über die Unverfilmbarkeit seines Tristram Shandy (1759 – 1767, in 9 Bänden), vielleicht wäre er gar tänzerisch durch seinen Rosengarten gehüpft oder hätte Purzelbäume zur Mittagszeit geschlagen, doch er starb lange, bevor das Medium geboren wurde.


Sophia – Technology Won´t Save Us

People Are Like Seasons…Sophia ist jedoch immer wie der Herbst. Dies wird wohl in alle Ewigkeit gelten. Eine lustige Sophia-Platte mit Trompeten und spaßigen Texten ist ähnlich undenkbar wie ein guter Till Schweiger Film oder Pete Doherty und die Gallagher-Brüder gemeinsam in einer Antidrogenkampagne. Schlimm ist das jedoch natürlich keinesfalls, denn ebensowenig konnte man sich bisher ein schlechtes Sophia Album denken.


Voxtrot – The Biggest Fan

Da ist sie wieder. Die Band, die sich wie die Pest ausbreitet, so langsam auch die Tanzflächen der Clubs füllt und immer mehr Fans findet.


Coma – Leave It All Behind

Das Kölner Duo Coma besteht aus Georg Conrad und Marius Bubat, die beide früher mit der Band Unisono unter anderem beim beliebten Haldern Festival gespielt haben. Nun konzentrieren sich die beiden auf ihr Nebenprojekt Coma und tauschen den rocklastigen Unisono-Songs gegen einige eigene Elektrostücke ein, die nun auf ihrer ersten EP Leave It All Behind versammelt sind.


Ben Kweller

Tom und Jerry. Bonnie und Clyde. Ambitioniertes Künstlertum und narzisstischer Größenwahn. Selten haben sich diese Paarungen ausgeschlossen, sie sind homogen, bilden eine Einheit. Doch Ben Kweller kratzt sich nur die Lockenpracht, gähnt müde, und wüsste sicher was über Tom und Jerry zu erzählen, schüttelt aber lieber ein Album aus dem Ärmel, was verdient seinen Namen trägt. Nein, keine Spur von narzisstischem Größenwahn, eher ambitioniert und konsequent das Ganze, slacken will eben gelernt sein.


Bonnie ´Prince´ Billy – The Letting Go

Will Oldham und hohe künstlerische Produktivität scheinen Hand in Hand zu gehen. Selten, dass da einer ohne Ende Platten auf den Markt schmeißt und künstlerisch so damit durchkommt. Sei es mit Palace, den Palace Brüdern, als Will Olham selbst oder mit Superwolf, die Musik, stets zeitlos wunderschön, bleibt erhaben und bricht Herzen.


Bobby Bare Jr. – The Longest Meow

In Nashville ist noch alles anders. Auf dem Vorgänger From The End Of Your Leash singt Bobby Bare Jr. in einem Song verliebt von der Music City Da kommen Plektren aus Kaugummiautomaten und die Polizisten tragen Capodaster, falls man die Tonart wechseln möchte. In Nashville herrscht noch der Familliengedanke. Die Künstler zollen sich alle Nase lang Tribut und so kommt es in Wirklichkeit auch mal […]


Fionn Regan – The End Of History

„Be Good Or Be Gone“ singt der junge Dubliner Fionn Regan im Opener seines Debütalbums und zeigt auf wie simpel die ganze Sache doch eigentlich ist.


My Morning Jacket – Okonokos

Live-CDs sind ein Fall für sich. Manche Bands schmeißen mitunter lieblos zusammengestellte Compilations auf den Markt. Einen guten Live-Eindruck bekommt man selten. Anders bei der jüngsten Live-Doppel-CD Veröffentlichung von My Morning Jacket. Die insgesamt 21 Songs der Band aus Louisville, Kentucky überzeugen mit Abwechslungsreichtum und Spielfreude, die die meisten anderen Bands vor Neid grün werden lässt.


Damien Rice – 9

Immer wenn Marie glücklich war, machte sie kleine Sprünge und lachte. Und wenn es ihr schlecht ging brachen ganze Welten wie Wolkenkratzer in sich zusammen. Irgendwann floh sie aus dem kleinen Kaff, in dem alle Menschen verbittert schauen, in die große Stadt. Es musste natürlich Berlin sein. Klare Sache. Etwa vier Monate später kam sie pleite und desillusioniert wieder und begann kleinen Mädchen das Reiten […]


The Decemberists – The Crane Wife

Sagen wir es gleich vorweg: The Crane Wife, die aktuelle Platte der Decemberists, gehört mit einer fast hundertprozentigen Wahrscheinlichkeit zu den Alben, die sich in meiner Jahresendstatistik (die ich mit ebenso großer Wahrscheinlichkeit niemals verschriftlichen werde) an die Spitze der Meistgehörten-Liste hochgekämpft haben werden.