Sam Beer


Sam Beer

Sam Beer ist schon eine sonderbare Figur in der Musikszene. Der sympathische Songwriter ist erst 25 Jahre alt, klingt dabei wie ein alter Hase aus ganz ferner Zeit und zählt jetzt schon zu den talentiertesten Songwritern Englands.

Die musikalische Karriere des 25jährigen Londoners steckt gerade in den Kinderschuhen. Vor knapp zwei Jahren fing er an in kleinen Clubs Instrumental Blues Songs zu spielen, um nach einiger Zeit zu merken, dass er mit seinem Gesang ebenfalls die Menschen beeindrucken kann. Seine Songs erinnern meist an Songwriter alter Tage und an Zeiten, als das Songwriting tatsächlich dazu diente Geschichten zu erzählen und sich Dinge von der Seele zu singen. So lassen insbesondere Worried Times, You Know Nothing, Away With You und In The Long Run den Hörer eher an die Greatest Hits eines amerikanischen Songwriters aus den 60er oder 70er Jahren denken, als an einen frischen 25jährigen Londoner.
So hört man gefesselt seinen Stücken zu und wird von dem umfangreichen Facettenreichtum seiner Stimme immer und immer wieder gegen die Wand gedrückt. Doch auch die Songs seiner ersten EP Carrier Pigeon wirken erfreulicherweise an keiner Stelle aufgeblasen oder überproduziert. Musik, die man eben als Trio ohne Studiotricks und Elektrogefummel hin bekommt.

Das steigert die Vorfreude auf sein erstes Album, das er seit Januar 2006 aufnimmt und das kurz vor der Vollendung stehen soll. Laut Beer wird es Evening Songs heißen. Außer Dangling Man, das man als alte Aufnahme auf seiner Myspace Seite findet, soll das Album ausschließlich aus neuen Songs bestehen. Er könne sich jedoch vorstellen die frühen Songs, die man momentan auf seiner Homepage findet, irgendwann neu aufzunehmen. Für den Lebensunterhalt reicht das Musik machen noch nicht, weshalb er nebenbei ebenfalls ein kleines Folk-Event betreibt. Auf die Frage nach seinen Einflüssen und momentanen musikalischen Vorlieben antwortete er uns: „I used to over complicate my guitar style until an ex girlfriend played me a Neil Young song that changed my whole perspective on songwriting and performing. Since then I began to delve into British and American folk music, which now dominates my record collection. Players like John Lee Hooker, Mississippi John Hurt, Loudon Wainwright, Roy Harper and, in particular, Bert Jansch have been a huge influence on me and my style of music composition. However there are so many influences it is difficult to name them all. Unfortunately I don’t find much contemporary music that holds my attention for too long, although there are some gems that you can find if you look hard enough. I quite like some relatively unknown acts that I have met through doing live shows, such as Larkin Grimm and John Smith. The only contemporary album that I have enjoyed from start to finish was Willy Mason’s Where the Humans Eat”.

So kommt man wohl bei der Beschäftigung mit Sam Beer wohl kaum an der Musik vergangener Tage vorbei. Doch vielleicht gerade dieser Aspekt verleiht seiner Musik etwas Zeitloses. Und natürlich bleibt am Ende der Wunsch Sam Beer auch einmal in Deutschland live sehen zu können. Im Bezug auf diese Frage macht er uns jedoch Hoffnungen. Er würde gerne demnächst England für eine Tour verlassen und plane bereits. Also, Samuel Beer demnächst in dem kleinen Club oder der Hafenschänke an deiner Ecke? Gut Möglich. (Sebastian Jegorow)

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