Monatliche Archive: Mai 2006


Pearl Jam @ Astoria, London

Nach dem Unglück in Roskilde anno 2000 machten sich Pearl Jam in Europa rar. Sechs Jahre ohne ein einziges Konzert in unseren Längengraden hatten am Donnerstag den 20. April ihr Ende. Anlässlich ihres neuen Albums spielte die Band im Londoner Astoria eine seltene, intime Club-Show.


Sam Beer

Sam Beer ist schon eine sonderbare Figur in der Musikszene. Der sympathische Songwriter ist erst 25 Jahre alt, klingt dabei wie ein alter Hase aus ganz ferner Zeit und zählt jetzt schon zu den talentiertesten Songwritern Englands.


Lee Buddah

In seiner Vergangenheit wurde der Dortmunder/Berliner Philip Stegers alias Lee Buddah am ehesten mit dem Hip Hop in Verbindung gebracht. Auf seinem neuesten Album entfernt er sich jedoch endgültig vom Hip Hop Genre und gibt sich mehr denn je als Geschichtenerzähler der alten Schule.


Hostel

Einige Horrorfilme und Schocker der jüngsten Vergangenheit zeigten, dass das Genre nicht unbedingt in einer Krise steckt und immer wieder sehenswerte Filme hervorzaubern kann. Hier ist jedoch ein Exemplar, das – mit Quentin Tarantino als Zugpferd (immerhin besteht die Promo auf die Erwähnung des Namens) – besonders idiotisch ausfiel. Hostel fängt wie eine ganz schlechte Kopie der Eurotrip-Filme an. Ein paar Vollspacken machen sich auf eine Flachleg-Reise durch Europa.


Tarnation

In seinem Film Tarnation pendelt Jonathan Couette gekonnt zwischen Seelenstriptease und Filmkunst. Damit reisst er den Zuschauer in ein aufwühlendes und unvergessliches Loch. Mit welchen Worten soll man einen Text über Tarnation wohl am besten beginnen?


Erik Sumo – My Rocky Mountain

Was soll ich euch denn nun über Erik Sumo erzählen? Er hat mit Künstlern zusammen gearbeitet, deren Namen wir nur mit viel Phantasie aussprechen können und so würden wir hier über diverse Akzente und seltsame Buchstabenreihen stolpern, wenn wir die gesamte Erik Sumo Band, und die Geschichte dieses außergewöhnlichen Komponisten vorstellen würden. Beispiele gefällig?


Pelle Carlberg – Everything Now!

Eigentlich ist Easy Listening ja gar nicht so meine Musikrichtung. Das ist nämlich die Kategorie, in die ich Pelle Carlberg beim ersten Hören gesteckt hatte. Ich dachte an Burt Bacharach und Simon And Garfunkel. Doch so einfach sollte man das Album des charmanten Schweden nicht beiseite schieben, wurde mir nahe gelegt, denn dann entgingen einem einige Momente wunderbarer Popmusik! Also höre ich mir Everything. Now! […]

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DJ Koze aka Adolf Noise – Wo die Rammelwolle fliegt

„Denn die Mutter von allem heißt Musik! Und Mutter hat immer Recht!!!“ hieß es noch noch zu Lebzeiten der Fischmobber. Seit dem Ende von Fischmob läßt DJ Koze in diversen Projekten seiner Kreativität freien lauf. Als Paradebeispiel dient wohl am besten die Platte aus dem Jahre 2005, auf der sich Koze alias Mama Noise mächtig austobt.


Casiotone for the Painfully Alone – Etiquette

Owen Ashworth ist 28, trägt Chucks unter fürderhin recht unauffälligen schwarzen Jeans und hat einen Bart, gegen den meiner aussieht wie der gescheiterte Versuch eines Siebzehnjährigen, bei den Mädels besser anzukommen. Besonderer Augenmerk sollte hierbei tatsächlich auf der Adjektivierung „gescheitert“ liegen. In meiner schwärmerischen, oberflächlichen und vorurteilenden Art reicht mir das eigentlich schon aus, um dem Mann Sympathie entgegenbringen zu können. Ob sich die auch […]


Ben Harper – Both Sides Of The Gun

Am 17. März diesen Jahres erschien – wenn man den Indie-Release Pleasure And Pain aus dem Jahr 1992 nicht mitrechnet – Ben Harpers sechstes Studioalbum. Der Titel ist Programm. Den Hörer erwarten 18 Songs, die wegen ihrer Unterschiede nicht auf eine CD gepasst hätten.


Clogs – Lantern

Padma Newsome. Das erste Mal, als ich diesen Namen las, dachte ich: „Aha, auch diese Band (The National) hat also eine Frau? Mit einer Geige, soso, und wahrscheinlich, so wie es ja bei Rockbandgeigern meistens ist, mit relativ rudimentären Kenntnissen darin ausgestattet, das Ding zu spielen.“ Hut ab vor so viel Lackaffigkeit und vorfertig verurteilender chauvinistischer Ignoranz.


Voxtrot – Raised By Wolves / Mothers, Sisters, Daughters, Wives

Die Rezension hier entstand in den letzten Monaten wohl bereits einige hundert mal. Mit jedem Durchgang der beiden EPs fanden sich neue wundervolle Bilder und Superlative, die den Sound der Amerikaner beschreiben sollten. Monatelang mußten Mitmenschen sich wundern, warum der Rezensent hier ganz strahlend vor ihnen steht.


Das Team

Anschrift Sonic Reducer Sebastian Jegorow Postfach 10 12 13 44712 Bochum Herausgeber: Sebastian Jegorow Redaktion: Jessica Fabig Bernd Haverkorn Nicholas Hessenkamp Sebastian Jegorow Sascha Knapek Vera Hoelscher Marco Orgiu Danica Pieper Andreas Saeger Julia Serocki Freie Mitarbeiter: Matthias Altmann Melanie Ball Andja B. Moritz Böttcher Ricardo Klement Martina Drignat Katharina Gsell Marcus Paschedag Stephan Ponders Bernadette Pohl Bärbel Scherf Martin Sieper Tina Skulima Doreen Spange […]


Ariel Pink's Haunted Graffiti 5 – House Arrest

Nein, Besprechungen zu Ariel Pink Platten sind kein Leichtes, zu radikal, zu anarchisch bewegt sich der 27-jährige zwischen `60er Surf-Pop und lässiger LoFi Ästhetik, Weirdo-Rock und 3 Minuten Pop Klischees, Soundcollagen, die nach allem und nichts klingen, alles wollen, alles fordern, nur um dir am Ende den Stinkefinger ins Gesicht zu strecken. Willkommen in der wunderbar schrägen Welt des Ariel Marcus Rosenberg a.k.a Ariel Pink!


Keith Caputo @ Cuba Nova, Münster

Der kleine Musiker aus Brooklyn ist schon etwas Besonderes. Große Erfolge als Sänger von Life Of Agony, die hoch geachtete erste Soloplatte Died Laughing, gefolgt von dem endgültigen Schritt in die musikalische Unabhängigkeit. So gibt es seine letzten Soloalben lediglich über seine Internetseite zu bestellen oder persönlich bei Konzerten zu kaufen. Wer braucht schon Zwischenhändler. Der direkte Weg scheint sich auch in der Musik durchzusetzen […]