Jack Johnson @ Palladium, Köln 1



Köln Mühlheim am 10.05.2005: vor dem Palladium steht eine nicht zu enden scheinende Schlange, Autofahrer suchen verzweifelt Parkplätze, und überall stehen Menschen mit einer bedauerlichen Miene und Pappschildern, auf denen in großen Lettern „Suche Karte“ steht.

In der Halle steht vor mir ein Mädchen, das gerade ein Bild ihres armen Opas aus dem ultramodernen Handy löscht, um den Musiker aus der Ferne zu fotografieren, während sie von der Menge und Dränglern ständig hin und zurückgeschoben wird. Prime Club zu klein, Live Music Hall zu klein und auch das Palladium war nach den beiden Locationwechseln noch nicht groß genug, um dem großen Andrang auf die Tickets stand zu halten. Dies brachte die Veranstalter bei der Suche nach immer größeren Konzerthallen wohl einerseits zur Verzweiflung und andererseits beim Gedanken an´s große Geld zum Strahlen.

Bilder, die man sonst vielleicht von The Dome, der Papstwahl oder Coldplay-Konzerten gewohnt ist, nun bei dem Konzert eines Künstlers, der bei seinem letzten Konzert in Deutschland nicht einmal einen kleinen Club in Berlin füllen konnte. Schon komisch mit welcher Welle Jack Johnsons Musik von Amerika nach Deutschland geschwemmt wird und immer mehr Menschen mitnimmt. Newcomer Donavon Frankenreiter, Veteran G.Love und Publikumsliebling Jack Johnson bilden die Dreifaltigkeit der Chilly-Tunes und haben an diesem Abend gemeinsam ihr gefeiertes Gastspiel in Köln geboten.

Am Ende haben wir schon den 11.05.2005…nach kurzer Rechnung ergibt das über vier Stunden, die das Konzert gedauert hat. Vier großartige Stunden, die den Amerikaner wohl noch beliebter machen werden und die Tickets bei seinem nächsten Besuch, der bestimmt bald folgen wird, noch um einiges teurer.
[Sebastian Jegorow]


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