Fink – Bam Bam Bam



Auf ihrem neuesten Album Bam Bam Bam legen die deutschen Country-Rocker von Fink den Schwerpunkt scheinbar auf gute Laune und den Spaß an der Musik.

Wir befinden uns an einem altmodischen Bahnhof im Sommer. Ein dementsprechend alter Zug wartet dampfend auf die Abfahrt und während der Schaffner bereits ungeduldig an seiner Pfeife nistelt verabschieden wir uns von denjenigen, die wir vermissen werden und von denjenigen, deren Abfahrt wir längst herbeigesehnt haben. Und auf dem Rückweg wandern wir vielleicht noch glücklich über ein Feld, setzen uns an einen Baum (was bewirkt, dass einige Vögel von den Bäumen purzeln) und schauen zu, wie ein Eismann einige Meter weiter weg vorbeifährt.

Zugegeben: Nils Koppruchs Texte wie Shake De Birds Off The Trees oder Eismann sind nicht übermäßig tiefsinnig. Wen kümmern jedoch Weltschmerz und Sinnsuche, während man Bam Bam Bam hört? Vielmehr erschaffen Fink, wie man es von ihnen kennt, eine stimmige Bilderwelt, die im Falle von Bam Bam Bam so oder so ähnlich aussehen könnte.

Für die musikalische Untermalung sorgt diesmal wieder eine andere Besetzung. Auf Bam Bam Bam werden die Stammmitglieder Nils Koppruch und Andreas Voss von Oliver Stangls(Gitarre), Red (Gitarre, Keyboard, Banjo) und Christoph Kähler (Schlagzeug) begleitet, die bereits bei der erfolgreichen Haiku Ambulanz Tour mit von der Partie waren.

Als Bonus findet man in der Limited Edition zudem noch eine DVD mit einem ausführlichen Interview zum Album und eine Tourdoku, bei der man die Band vom Abstecher am Würstchenstand über einen Besuch der Plattenfirma, bis hin zum Auftritt verfolgen kann. Und so ist den Jungs von Fink mit Bam Bam Bam geglückt, was sie scheinbar bezwecken wollten. Nämlich eine verspielt sonnige Platte, die unheimlich viel Spaß macht und trotz der Entwicklung ihres Sounds perfekt in das Fink-Universum passt.
[Sebastian Jegorow]

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