Coldplay – X&Y



Muss man Coldplay in den Himmel loben, weil sie überall auf Händen getragen werden? Nein, also folgt hier eine subjektive und ehrliche Meinung zum neuesten Werk der Briten.

Still geworden ist es um Chris Martin in den letzten zwei Jahren keineswegs. Immer wieder wurde er mit seiner Band in Zeitschriften und Charts zitiert. Und wenn es mal doch ein wenig ruhig wurde, dann brachte er sich als Songwriter mit dem Highlight des letzten Embrace Albums selbst in´s Gespräch. Dann die Ankündigung: X&Y soll das neue Baby heißen. Alles natürlich mit ganz viel Ehrgeiz, Fragezeichen und Geheimnissen versehen.

Und nun ist es gelüftet: X&Y. Zitternde Hände haben es zur Kasse getragen, an den blöden CD-Scannern vorbei, um sich blos nicht die Überraschung zu vermiesen. Hin zum Ausgang, nur noch die freundlich nervige Kassiererin mit den geforderten 13,99€ beglücken und dann ab nach Hause, einschließen und…

…enttäuscht werden. Doch da hat doch einer, der sich das Album vorher aus dem Netz geladen hat (die böse Sau!) gemeint, man müße es nur öfters hören. Doch wie oft soll man sich die Platte denn bitte noch antun?!? Zumindest nach dem sechsten gequälten Durchgang passiert hier nichts. Kein Hallelujah, Heureka wie wir es bei A Rush Of Blood immer wieder geschrien haben und ebenfalls kein „och wie schön – neben die Anlage kuscheln“´, wie damals bei Parachutes. Nix! Nix!! Nix!!!

Nun mag ich der Einzige auf der Welt sein, der das hier behauptet. Einen Unterschied macht es für mich jedoch nicht: X&Y ist ungefähr so vorhersehbar wie das Interview nach einem Fußballspiel und schlicht und weg langweilig. Vielleicht klappt´s ja beim nächsten mal oder man muss das Album etwa ein hundert mal komplett hören…doch soweit wird es, zumindest bei mir, nicht kommen.
[Sebastian Jegorow]

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